Standpunkte

Ich mache seit mehr als 14 Jahren aktiv Frauenpolitik ...
Unsere Politik muss der Nachhaltigkeit verpflichtet sein ...
Sorgfältiges Planen und Bauen für Zürich ...
Für eine vernünftige Wohnpolitik ...
Zürich braucht ein modernes Kongresszentrum ...
Mehr Flexibilität für das Kunsthaus Zürich ...

Ich mache seit mehr als 14 Jahren aktiv Frauenpolitik

Frauenpolitik ist immer auch Familienpolitik. Denn für Frauen, die Mutter sind und arbeiten, ist die Ausgangslage weiterhin schwierig, wie gerade wieder der Gleichstellungsbericht des Bundes gezeigt hat. Als ich vor sechs Jahren in das Hochbauepartement wechselte, waren die vier Direktorenstellen allesamt von Männern besetzt - so wie schon in der mehr als 100-jährigen Geschichte. Daher bin ich sehr stolz, dass sich bei den professionell durchgeführten Rekrutierungen stets Frauen als die besten Kandidatinnen durchgesetzt haben. Zwei davon sind daneben übrigens Mütter von schulpflichtigen Kindern. Auf der obersten Führungsebene habe ich somit den Frauenanteil bereits von Null auf 75% angehoben.
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Unsere Politik muss der Nachhaltigkeit verpflichtet sein

Zürich soll eine nachhaltige Stadt werden. Dies hat der Stadtrat mit dem Legislaturziel «Nachhaltige Stadt Zürich - auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft» beschlossen. Im Hochbaudepartement habe ich dieses Ziel in den sechs Jahren seit ich im Amt bin auf verschiedenen Ebenen angepackt: beim Planen, Bauen und Bewirtschaften. Wir müssen den Hebel dort ansetzen, wo er die grösste Wirkung entfaltet. Mehr als 40 Prozent des Energieverbrauchs in der Schweiz entfällt heute auf den Wärmebedarf (Heizung und Warmwasser) von Gebäuden. Ich setze mich ein für nachhaltiges Bauen - ein Beispiel dafür, unser «Leuchtturmprojekt» - ist das Stadtspital Triemli. Spitäler sind Energie-Grossverbraucher. Mit dem Neubau des Bettenhauses im Minergie-P-ECO-Standard, der Instandsetzung des bestehenden Bettenhauses und der Erneuerung der Energieversorgung für das Gesamtareal wird das Triemli bis 2018 zum 2000-Watt-Spital. Darauf bin ich stolz.
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Sorgfältiges Planen und Bauen für Zürich

Eine Stadt, die sich erneuert und sich in der Erneuerung auch verändert, ist grundsätzlich eine gute Stadt. Ich habe bei Besuchen in anderen Städten gesehen, wie eine initiative und innovative Bautätigkeit das Image und das Lebensgefühl einer Stadt entscheidend prägen kann, so in Barcelona, Genua, Turin, London oder Vancouver. Und machen wir uns nichts vor: Städte verändern sich, ob wir das wollen oder nicht. Aber wenn wir wollen, können wir - kann die Politik - in Zusammenarbeit mit den privaten Grundeigentümern und Bauherren  die Entwicklung zumindest steuern. Bei allen Veränderungen sollten wir aber eines nicht vergessen: Zürich bleibt Zürich. Erstens werden sich viele wichtige Stadtgebiete nicht offensichtlich verändern und zweitens geht es oft nicht um markante Änderungen, sondern um Instandsetzungen. Die laufenden Planungen werden weiterhin sorgfältig und im Dialog mit den Betroffenen vorangetrieben. Wichtig ist, dass wir die Schlüsselprojekte in den nächsten zehn Jahren realisieren. Dies sind unter anderen auch das neue Kongresszentrum, das Landesmuseum und die Überdeckung der Autobahn in Schwamendingen.
Entscheidend wird sein, dass die Bevölkerung die Veränderungen mitträgt. Darum werde ich weiterhin den direkten Kontakt mit den Menschen suchen, um über diese Entwicklungen zu diskutieren.
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Für eine vernünftige Wohnpolitik

Die Versorgung mit Wohnraum ist ein politischer Dauerbrenner. Soweit ich zurückdenken kann, gab es nur wenige Perioden, in denen wirklich ein Überhang an freien Wohnungen bestand. Dies gilt übrigens gemäss Statistiken nicht nur für die Stadt, sondern auch für das direkte Umland. In der Kernstadt möchten viele gerne wohnen. Die Traumwohnung kostet nicht mehr als 1600 Franken, ist gross und ruhig gelegen, verfügt über einen Südbalkon und ist gleichzeitig gut versorgt durch nahe Läden und öffentlichen Verkehr. Selbstverständlich gibt es auch genügend Parkplätze und Grünräume in der Umgebung. Am besten, sie liegt am See und mitten in der Altstadt. Ich will nicht darüber hinweggehen, dass es  Menschen gibt, die erfolglos seit Monaten eine einigermassen akzeptable und bezahlbare Wohnung in der Stadt suchen Ich möchte aber darauf hinweisen, dass sich auch in Zürich die Nachfrage auf bestimmte Gebiete stärker und auf andere weniger stark fokussiert. Bewohnersegmente mit fast unbegrenzten Budgets sind in begehrten Wohnlagen klar bevorzugt. Trotzdem liegt das durchschnittliche Mietzinsniveau mit 1700 Franken inkl. Nebenkosten für eine 4-Zimmerwohnung sehr nahe am Wunschmietmittelwert. Selbst im Kanton liegt dieser Wert nur um 50 Franken tiefer. Der Grund dafür ist der gemeinnützige Wohnungsbestand, der 25% des Marktes ausmacht und die obigen Mittelwerte meist noch um gut 20% unterbietet.
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Zürich braucht ein modernes Kongresszentrum

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das Moneo-Projekt an diesem Ort grosses Potenzial gehabt hätte. Ebenfalls leid tut es mir um das Land vor dem Baur au Lac, das die Stadt für die Öffentlichkeit hätte kaufen können, nun aber wohl privat überbaut wird. Wir werden dem Gemeinderat bereits im nächsten Jahr neue Standorte und ein mögliches Vorgehen vorlegen. Ich möchte das Parlament, resp. dessen Kommissionen, und zu gegebener Zeit auch die breitere Bevölkerung besser in die Diskussion miteinbeziehen. Auch an der Tatsache, dass zu einem modernen Kongresszentrum ein Hotel gehört hat sich nichts geändert. Das wird auch beim nächsten Projekt gelten. Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass ein Zürcher Kongresszentrum auch für die breitere Öffentlichkeit einen Nutzen haben muss, der nicht direkt an den Kongressbetrieb gekoppelt ist. Das heisst, ein Kongresszentrum soll auch Treffpunkt für die Bevölkerung sein. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Zürich in den nächsten zehn Jahren ein Kongresszentrum einweihen werden.
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Mehr Flexibilität für das Kunsthaus Zürich

Das Kunsthaus Zürich soll mit einem Erweiterungsbau bis 2015 seine Vision eines Museums des 21. Jahrhunderts realisieren können. Denn nach seiner Sanierung von 2001-2005 kann sich das Kunsthaus Zürich nicht auf seinem Erfolg ausruhen, wenn der Zugang zu Ausstellungs-Kooperationen, Kunstleihverkehr und Publikum nachhaltig gesichert werden soll.
Zukünftig steht eine dynamisierte, vernetztere Bespielung der eigenen Sammlung von Kunst ab den 1960er Jahren im Zentrum des Konzepts. Diese schafft einen spannenden Kontrast zum klassischen Format der Sammlung Bührle (auch im Erweiterungsbau) und der Präsentation im weniger flexiblen, bestehenden Gebäude. Flächen für mittelgrosse Wechselausstellungen sollen zukünftig Ausstellungen ermöglichen, die effizient und ohne in bestehende Sammlungen einzugreifen, inszeniert werden können. Schon im Eingangsbereich soll die Architektur das direkte Erleben von Kunst ermöglichen und eine verstärkte Öffnung des Kunsthauses nach aussen zeigen.
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