Die Stadtzürcherin Kathrin Martelli ist 1952 geboren, verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Sie hat eine kaufmännische Ausbildung gemacht und war als Sekretärin tätig. 1977 ist sie in die FDP 8 eingetreten, wurde ein Jahr später in den Vorstand und vier Jahre später als Präsidentin gewählt. Sie war während 10 Jahren im Vorstand der Freisinnig-Demokratischen Frauen der Stadt Zürich, 4 Jahre davon als ihre Präsidentin.
Kathrin Martelli sass von 1987 bis 1994 im Gemeinderat der Stadt Zürich, war von 1991 bis 1992 Präsidentin des Gemeinderates, von 1993 bis 1994 Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, von 1992 bis 1994 Mitglied der Städtischen Kommission für Ausländerfragen und von 1992 bis 1994 Mitglied der beratenden Kommission des Büros für die Gleichstellung von Mann und Frau. Kathrin Martelli ist seit mehr als 14 Jahren Zürcher Stadträtin, von 1994 bis 2002 als Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements und seit 2002 als Vorsteherin des Hochbaudepartements und als Vizestadtpräsidentin. Während ihrer Amtszeit erhöhte sich der Frauenanteil im Tiefbaudepartement von 9 auf 13 Prozent. Für seine Gleichstellungsarbeit wurde das Departement im Jahr 2000 mit dem Prix Egalité ausgezeichnet.
Kathrin Martelli trug wesentlich zur Schaffung von Tempo-30-Zonen bei und gehörte zu den Triebkräften hinter dem so genannt «historischen Kompromiss» in Zürich. Dieser verlangt, dass die Zahl der öffentlichen Kunden- und Besucherparkplätze in der Innenstadt auf dem Stand von 1990 bleibt. Sie engagiert sich für nachhaltiges Bauen (2000 bis 2003: Vorstand Schweizerische Bau-, Planungs- und Umweltschutzdirektorenkonferenz) setzt sich ein für Frauenförderung (2001 bis 2007: Mitglied der eidgenössischen Kommission für Frauenfragen), arbeitet mit an der Förderung von Stadt und Region Zürich (seit 2002: Präsidentin der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU), seit 2008: Mitglied des eidgenössischen Rates für Raumordnung), setzt sich ein für eine gesicherte Energieversorgung (seit 2003: Mitglied des Verwaltungsrates der AKEB) und fördert die Idee eines neuen Kongresszentrums für Zürich.

